Ansichten der Universität Tübingen und des Universitätsklinikum Tübingen

Häufig gestellte Fragen

1. Ist es möglich, auf den Dächern des UKT und der Universität Solaranlagen zu installieren?

2. Welches sind die sparsamsten Lampen: Halogenlampen, Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren?

3. Ist es sinnvoll in Fluren, Treppenhäuser und Verkehrswege Bewegungsmelder einzusetzen?

4. Könnte man für den internen Verkehr innerhalb der Universität und des Klinikums Elektro- oder Erdgasfahrzeuge einführen?

5. Wie werden Zeitschaltuhren für Licht, Klima- und Heizungsanlagen eingestellt oder angepasst?

6. Welchen Unterschied macht die Einstellung des Heizungsthermostats auf “*” oder “0″?

7. Gibt es eine “amtlich” festgelegte Heizperiode?

8. Stehen energetische Sanierungsmaßnahmen für Gebäude an?

9. Ist eine reduzierte Beheizung von Fluren und Treppenhäusern möglich?


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1. Ist es möglich, auf den Dächern des UKT und der Universität Solaranlagen zu installieren?

Um unsere zukünftige Energieversorgung zunehmend durch erneuerbare Energien zu speisen, ermitteln wir momentan welche Dächer des Universitätsklinikums und der Universität am besten dafür geeignet sind.

Dächer mit optimaler Sonneneinstrahlung ohne Verschattungen müssen zusätzlich über eine ausreichende Tragfähigkeit des Daches verfügen. Letzeres stellt bei den meisten sanierungsbedürftigen Gebäuden Schwierigkeiten dar.

Grundsätzlich sind wir uns einig, dass die Anzahl an Solaranlagen zukünftig steigen soll. Es existieren bereits zwei Anlagen auf der Morgenstelle und auf dem Gebäude der Experimentellen Medizin in der Paul-Ehrlich-Straße. Eine weitere Anlage ist auf dem Dach des Parkhaus Crona geplant.

2. Welches sind die sparsamsten Lampen: Halogenlampen, Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren?

Der Energieverbrauch einer Lampe wird durch die Watt zahl angegeben, die beim Anschalten in einer Stunde verbraucht wird. Bei gleichem Energieverbrauch haben diese Lampen allerdings eine unterschiedliche Leuchtkraft. Die Halogenlampe beispielsweise leuchtet heller. Ihre Lichtausbeute beträgt das Doppelte einer Glühlampe und das Dreifache einer Leuchtstoffröhre. Eine höhere Leuchtkraft kann weitere Birnen ersetzen, wodurch effektiv Energie gespart wird.

Hinzu kommen weitere umweltfreundliche Aspekte einer Lampe wie beispielsweise ihre Lebensdauer, das in ihr verwendete Leuchtmittel oder ein vorhandenes elektrisches Vorschaltgerät.

Bei älteren Modellen wurde aufgrund empfindlicher Leuchtmittel eine Mindest-Brennzeit empfohlen. Bei den heutigen Leuchtmitteln ist diese Regel überholt und wir können unsere Lampen wieder so häufig wie nötig ein- und ausschalten. Das ist auch gut so, denn wir wissen heute, dass keine Lampe weniger Energie verbraucht als eine ausgeschaltete.

Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich alte Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren durch neue sparsame LED-Leuchten (Licht emittierende Dioden) mit hoher Leuchtkraft und langer Lebensdauer ausgetauscht.

3. Ist es sinnvoll in Fluren, Treppenhäuser und Verkehrswege Bewegungsmelder einzusetzen?

Grundsätzlich ja, es kommt aber darauf an, wie die technischen Voraussetzungen vor Ort sind, zum Einen der Erfassungsbereich der Bewegungsmelder für das Schalten der Beleuchtung und zum Anderen die Möglichkeit der installationsmäßigen Erweiterung mit Bewegungsmeldern. Auch die Anzahl der Leuchten muß in Betracht gezogen werden.

Die einfachste Möglichkeit ist das Ersetzen von vorhandenen Lichttastern durch Bewegungsmelder. Aus Gründen der Energieeinsparung wird grundsätzlich eine Überprüfung der Umrüstung auf Bewegungsmelder und eine Amortisationsberechnung empfohlen. Das tba ist derzeit dabei, verschiedene Bereiche diesbezüglich zu überprüfen, um bei Anfragen relativ schnell Antwort zum sinnvollen Einsatz geben zu können.

4. Könnte man für den internen Verkehr innerhalb der Universität und des Klinikums Elektro- oder Erdgasfahrzeuge einführen?

Die Elektromobilität ist eine sehr interessante Idee, die schon einige Zeit diskutiert wird. Nach dem „Modell der kurzen Wege“ könnte dies eine sehr umweltschonende Alternative zum benzinbetriebenen Transportverkehr zwischen Universität und Kliniken darstellen. Dabei sind allerdings noch wichtige Punkte in Bezug auf Energiegewinnung, Speicherung und „Betankung“ zu klären. Hierbei müssen Leistung und Verlässlichkeit geprüft sein, da wir einen reibungslosen Transport teils lebenswichtiger Güter innerhalb der Kliniken gewährleisten müssen. Mit zunehmender Verbesserung der Technik werden wir den Einsatz von Elektrofahrzeugen und die Errichtung der dafür benötigten Infrastruktur in Erwägung ziehen. Die Einführung von Erdgasfahrzeugen wurde bereits begonnen. Um dieses System in der Praxis zu erproben, wurden bereits einige Erdgas-Fahrzeuge angeschafft. Davon sind zwei im Einsatz für das tba.

5. Wie werden Zeitschaltuhren für Licht, Klima- und Heizungsanlagen eingestellt oder angepasst?

Generell können Mitarbeiter die Zeitschaltuhren nicht selbständig einstellen. Das Einstellen der Zeitschaltuhren wird von den zuständigen Hausverwaltern und Hausmeistern vorgenommen. Manche Gebäude werden direkt vom tba gesteuert. Wenn Sie Vorschläge für die Einstellung Ihrer Anlagen möchten, dann wäre es am besten Sie kontaktieren das tba und machen Ihre Vorschläge. Wir werden dann jemanden schicken, der die Zeitschaltung nach Ihren Bedürfnissen einstellt.

6. Welchen Unterschied macht die Einstellung des Heizungsthermostats auf “*” oder “0″?

Wenn Sie das Thermostat auf “0″ stellen, haben Sie die Heizung ganz ausgeschaltet. Bei der Einstellung “*” ist der Frostschutz eingestellt, der eine minimale Zirkulation im Heizkörper aufrecht erhält. Somit ist sichergestellt, dass das Heizungssystem bei extremen Minustemperaturen keinen Schaden erleidet (und beim Wiedereinschalten schneller die gewünschte Zimmertemperatur erreicht).

7. Gibt es eine “amtlich” festgelegte Heizperiode?

Nach der “Betriebsanweisung für staatliche Gebäude” des Landesfinanzministeriums Baden Württemberg erstreckt sich die Heizperiode jeweils vom 1. 10. bis zu 30. 4. des Folgejahres. Sollten Sie außerhalb dieses Zeitraums feststellen, dass Heizkörper in Betrieb sind, melden Sie dies bitte der tba-Leitwarte unter 77171.

8. Stehen energetische Sanierungsmaßnahmen für Gebäude an?

In den kommenden Jahren können überwiegend Sanierungsmaßnahmen in den Bereichen Wärmedämmung und Fensterisolierung anstehen. Für eine hohe Energieeffizienz sind auch die Erneuerung veralteter Heizungssysteme und Dachsanierungen wesentlich. Letzteres sollte mit eventuell geplanten Aufstockungsmaßnahmen abgestimmt werden. Dies könnte auch mit der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen verbunden sein. Auch die Beschaffenheit von Fassaden und Aspekte des Denkmalschutzes spielen bei der Planung von Sanierungen eine wichtige Rolle. Unsere Neubauten erfüllen bereits die modernen Anforderungen an ein energiesparendes Gebäude. Hier wollen wir besonders durch moderne Technik auf dem neusten Stand bleiben.

9. Ist eine reduzierte Beheizung von Fluren und Treppenhäusern möglich?

Diese Frage ist sehr weitreichend. Tatsächlich wurde festgestellt, dass die Beheizung von öffentlichen Bereichen eines Gebäudes wie z.B. Flur, Treppenhaus, Kellergang und Toilettenanlagen, schwierig zu regulieren sind. Das hängt auch damit zusammen, dass sich nicht alle Anwesenden für eine angemessene Regulierung verantwortlich fühlen. Um hier unnötigem Heizen vorzubeugen, haben wir uns vereinzelt schon für den Einbau von Behördenmodellen entschieden. Diese Thermostate sind fest eingestellt und können nicht mehr von Hand verstellt werden. Somit kann der Verbrauch in den öffentlichen Bereichen optimiert werden.